DUNKELROTE ROSEN

im Spiegel der Presse
"DUNKELROTE ROSEN" HATTE WELTPREMIERE
Laiendarsteller stellten ihr Musical vor

Die Welturaufführung des Musicals „Dunkelrote Rosen" präsentierte das Liedtheater Regenbogen am Sonnabend im Theatersaal der Jugendkunstschule "ARThus".
Gespickt mit allerlei umgeschriebenen Schlagerhits der 60er und 70er Jahre präsentierte das siebenköpfige Team des Liedtheaters Regenbogen ein lustiges Musical rund um das Thema Liebe. Die Sekretärin Liselotte Meyer, gespielt von Kirstin Rohwedel, ist mit dem verlodderten Richard, dargestellt von Sebastian Tetschke, verlobt. Lieselottes Chef, Dr. Raimund Süßmilch, ist in seine Sekretärin verliebt. Raimunds Mutter duldet die Beziehung nicht. Es kommt zu einigen turbulenten Konflikten, die von den jungen Schauspielern bravourös dargestellt wurden. Immer wenn Michael Schmidt alias Dr. Raimund Süßmilch mit dunkelroten Rosen in der Hand seine Liebesarien anstimmte, sorgte er mit parodistischem Spürsinn für Gelächter. Seine Sekretärin Lilo, gespielt von Kirstin Rohwedel, begeisterte die Zuschauer mit ihrer zur Rolle passenden Stimme. Überdurchschnittliche Leistungen boten Susi Pierstorf und Anett Jung als Buchseiten. Sie führten durch das Stück und zeigten sich für die Geräusche verantwortlich. Aber auch Sebastian Tetschke bewies sein schauspielerisches Können: als Richard Semmler, als schwuler Detektiv und nicht zuletzt als Polizist, der am Ende seine Jugendliebe Inge bekommt, dargestellt von Christina Sadenwasser. Insgesamt eine respektable Leistung der Laienschauspieler, die viele Aufführungen verdient.

Christian Suhrbier, Ostsee-Zeitung, 13.07.1999
ARThus-PARODIE AUF "DUNKELROTE ROSEN"

Graal-Müritz. In jedem gut sortierten Zeitungsladen gibt es die Dreigroschenheftchen, die so gehaltvoll sind wie der Kaffeesatz nach dem zehnten Aufguß. Diese Lektüre und dazu die alten Schlager aus dem Schmalztopf sind wie geschaffen für einen gnadenlosen parodistischen Verriß. Das Liedtheater „Regenbogen" der Jugendkunstschule ARThus offerierte am Sonnabend im Haus des Gastes eine vergnügliche Persiflage auf den übertriebenen Kitsch der Geschichte. „Dunkelrote Rosen" ist eine Story über Liebesbeziehungsgeflechte, schnell erzählt, doch eigentlich nicht wichtig. Die Geschichte ist wie ein Paternoster: Kein Anfang und schon gar kein Ende in Sicht, der ideale Stoff für die unendlichen Fortsetzungsfolgen. Mit den von Gabi Zimmermann umgedichteten alten Schlagern ergab dieses Stück einen „erfrischend unkompliziert vorgetragenen" (Ehepaar Grundmann aus Graal-Müritz) schönen Spaß für das Publikum. Seit Juli letzten Jahres hatten die Studenten, Schüler und Lehrlinge gemeinsam mit der Leiterin Gabi Zimmermann das Programm schon einige Male zur Aufführung gebracht. Nur die "den ganzen Tag aufgeregte" Stefanie gehörte zum ersten Mal dazu. Sie bildete mit Anett die Buchseiten, die das Geschehen auf der Bühne erzählend, singend und Geräusche machend flankierten. Christina, Kirstin, Anja, Michael und Sebastian waren mit voller Freude und schauspielerischer Kunst in ihren Rollen zu beobachten.

Sofern es die gute Gelegenheit gibt, das Liedtheater „Regenbogen" spielen zu sehen, sollte man sich dieses besondere Vergnügen unter gar keinen Umständen entgehen lassen. Zeit zum Lesen bleibt da immer noch.

Andreas Golz, Ostsee-Zeitung, 15.09.1999